J. A. COMENIUS-STIFTUNG zur Unterstützung Not leidender Kinder und Jugendlicher

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Über J. A. Comenius


Omnes omnia omnino
Zitate von J. A. Comenius
Zitate über J. A. Comenius
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Zitate über Johann Amos Comenius


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Man kann wahrlich streiten, ob aus diesem Mann die ganze Didaktik oder ob er ganz aus Didaktik gemacht ist. Dergestalt ist mir wunderbar, wie in der Person des einen Comenius alle Vorzüge der besten Schulmänner und alle Ratschläge der geschicktesten Jugenderzieher sich zusammengefunden haben.

Adam Weinheimer, 1657


Selig vollendeter Greis, Neubürger nun höherer Welten, die dein forschender Geist hier uns im Bilde gezeigt. Wirf dein Hoffen nicht weg! Dein Wort siegt über den Tod noch; Was du gesät hast, birgt treulich der Acker im Schoß! Späteren winkt der Ernte Geschenk; schon wogen die Halme; Was sie verheißen, erfüllt redlich der Himmlischen Rat! Mählich erschließt die Natur sich; das Glück der Gemeinschaft zu finden, ist uns vergönnt doch nur, wenn wir vereint uns bemühn! Dich, Comenius, wird, dein Tun, dein Hoffen, ja Wünschen, ehren und pflegen dereinst, wer zu den Guten sich zählt.

Gottfried Wilhelm Leibniz, 1671


Comenius würde gewiß noch weit vergnüglicher gelebet und sich eine weit größere Reputation erworben haben, wenn er bei seiner Philosophie und Theologie geblieben und sich in die Geheimnisse der Theologorum und Politicorum nicht gemischet hätte. Da verfiel er aus seiner bisherigen Ruhe wieder in die Unruhe und wurde von den einen hie und von den anderen da angetastet und der Hoffart, der Unbeständigkeit, Widersinnigkeit und sogar Atheisterey beschuldigt.

J. F. Reimann, 1709


Sie wünschten, dass Jemand über den menschenfreundlichen Comenius ausführlicher spräche. Der bescheidene Mann spricht von sich selbst sehr wenig; das Einzig Nothwendige lag ihm zu sehr am Herzen. Im ganzen Nord-Europa erregte Comenius Aufmerksamkeit auf die Erziehung. Seine Vorschläge (obgleich die meisten seiner Werke uns die Flamme geraubt hat), sind ans Licht gestellt, ja sie liegen größtentheils, (so einfach sind sie) in aller Menschen Sinne; nur erfordern sie Menschen von Comenius Betriebsamkeit und Herzenseinfalt zur Ausführung.

Johann Gottfried Herder, 1795


Und hier entsteht nun die reizvollste Aufgabe, welche Erziehungslehre kennt: sie soll den pädagogischen Genius beschreiben und analysieren, sie soll hierdurch den werdenden Erzieher mit dem Gefühl seiner Würde und mit der Begeisterung für seinen Beruf erfüllen. Auch in dem pädagogischen Genius ist etwas Ursprüngliches. Seltener vielleicht als der Dichter oder der bildende Künstler ist er in der Geschichte aufgetreten. Sokrates, Plato, Comenius, Pestalozzi, Herbart, Fröbel sind unzweifelhaft von dieser Art. Sie treten neben die Dichter als Personen desselben Ranges, aber von einer ganz anderen Gemütsbeschaffenheit. Man bemerkt, daß die Anziehungskraft, die ein Mensch auf andere ausübt, durch die impulsive Macht bedingt ist, mit der er sich äußert und hingibt. In dem pädagogischen Genius herrschen daher Gemüt und Anschauungskraft vor, gar nicht der Verstand. So gewahrt man denn auch im Leben häufig, daß Menschen von nicht besonders scharfem Verstande dieses pädagogische Talent besitzen. Wir verstehen und bestimmen einen Menschen nur, indem wir mit ihm fühlen und seine Regungen in uns nachleben. Wir verstehen nur durch Liebe.

Wilhelm Dilthey, 1888


Comenius war kein Deutscher; aber er war auch kein Mähre. Er war ein Erdenpilger. Ergreifend ist sein Leiden an der Welt und an der Zeit. Das Labyrinthische der Welt war seine Grunderfahrung. Aus des Lebens labyrinthisch irrem Lauf aber erhebt sich nun seine Sehnsucht, der Grundtrieb seines Geistes, dasselbe, was für Platon der Eros, für Plotin die Ekstase war. Der Gehalt seiner Sehnsucht ist nichts anderes als die Zurückführung der Vielheit in die Einheit, der Welt in Gott, der Seele in Jesus Christus. Auch heute noch brauchen wir mehr als je Ariadnefäden aus dem Labyrinth der Welt, und nur ein neuer Mann der Sehnsucht wird sie für uns und mit uns suchen - finden.

Eduard Spranger, 1921


So offenbart sich Komenský in fast allen Bereichen der Pädagogik als ein kühner, weit vorausschauender Denker, der in den Traditionen der revolutionären Volksbewegungen seiner Zeit wurzelt und alle fortschrittlichen Ansätze seiner Epoche zusammenfaßt und schöpferisch weiterentwickelt. Viele seiner wertvollen pädagogischen Gedanken wurden in der bürgerlichen Gesellschaft verflacht und entstellt oder überhaupt nicht beachtet. Der tiefe demokratische und humanistische Gehalt seiner Pädagogik kann erst jetzt volle Würdigung und Verwirklichung finden.

Robert Alt, 1954


Aus den Prinzipien der Pampaedia: Omnes homines, Omnibus, Omninó excoli ergeben sich drei Folgerungen, in denen die Idee der Pampaedia zu verwirklichen ist. Die Forderung, daß alle Menschen ihrer wahren Menschlichkeit zugeführt werden sollen, verweist auf die Schulen als den Ort, an dem diese Führung vor sich geht; in diesen Schulen sind es die Bücher, die der Forderung von omnia Rechnung zu tragen haben; und schließlich sind es die Lehrer und ihre Lehrkunst, auf die unter der Forderung einer gründlichen und vollständigen Pflege zu schauen ist. Schulen, Bücher und Lehrer (samt Lehre) werden nur dann Pampaedia zuwege bringen, wenn sie sich auf das Prinzip der Universalität, das allein Pampaedia möglich macht, gründen. Diese Bezogenheit auf das All und Gott als seinen Schöpfer macht Komenský dadurch deutlich, daß er durch den Wortteil pan- jene Abschnitte seiner Theorie, die sich mit den Schulen, Büchern und Lehrern (sowie der Lehre) beschäftigen, eindeutig seinem System einfügt. Nur als Glieder des Systems werden sie zu verheißungsvollen Mitteln des Ganzen für das Ganze.

Klaus Schaller, 1967


Nicht aufzugeben, ein Leben lang, ist das Schwerste. Für den heutigen Leser mag die comenianische Gewißheit oft kaum begreiflich sein: Inmitten der Unruhe, am Rande der Vernichtung ist eine unendliche Ruhe, als wäre alles schon längst zurückgenommen. Das Erwartete ist schon gegenwärtig. In allem steht das Werk von Jan Amos Comenius, das Werk des größten Sohnes des tschechischen Volkes, des menschlichen Zeugen der protestantischen Überlieferung, mit seiner Dringlichkeit erst am Anfang, als Hinweisung zum Frieden inmitten physischer und psychischer Verwüstung. Es ist fortzusetzen.

Heinz-Joachim Heydorn, 1970


Comenius ist der Klassiker der neuzeitlichen Pädagogik; er ist überhaupt ihr Begründer. So wie einst Aristoteles die Philosophie zum ersten Mal systematisch und wissenschaftlich zusammengestellt hat, so legte Comenius zum ersten Mal, man darf sagen, das einzige Mal und auf einmalige Weise, sein allumfassendes pädagogisches System vor. Dies allein schon ist Grund genug, sich mit Comenius´ Werk zu befassen.

Johannes Schnurr, 1981


Die Zitate sind entnommen aus:
Veit-Jacobus Dietrich: Johann Amos Comenius. Reinbeck, rororo 1991
Schaller, Klaus: Die Pädagogik des Johann Amos Comenius [...] Heidelberg, Quelle & Meyer 1967, S. 266

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